
"LAND IM GEZEITENSTROM" - Der große TV-Mehrteiler für den NDR | |
von Manfred Schulz / jedes Feature 60 Minuten | |
Teil 1 - Die Elbe von Hamburg bis Stade / Erstausstrahlung Weihnachten 2007 um 20.15 Uhr | |
| Teil 2 - Die Elbe von Stade bis Cuxhaven / Erstausstrahlung Weihnachten 2007 um 20.15 Uhr | |
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| Die Elbe ist mehr als nur ein Fluss. Sie formt Landschaften, unermüdlich in ihrer Veränderung. Ebbe und Flut des Gezeitenstroms, der mächtige Puls des Meeres, prägen die Unterelbe. Eine Region voller Gegensätze auf 100 Kilometern zwischen Hamburg und der Mündung in die Nordsee. Einsame, unberührte Naturidylle neben hektischer Geschäftigkeit nicht nur am Tor zur weiten Welt. Der zweiteilige Film folgt dem breiten Strom und seinen Nebenflüssen, erzählt von einer unerwartet bunten Welt, immer im Wettlauf von Mensch und Natur, zwischen Geschäft und Geschichte. | |
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Der erste Teil beginnt am Hamburger Elbufer, wo gigantische Containerschiffe über den Elbgrund schrammen. Vorbei an Hamenfischern, denen Ebbe und Flut die Netze füllen. Einzigartig in Europa ist das Süßwasserwatt, ein Ökosystem, kostbar und bedroht wie der tropische Regenwald, direkt vor dem Hamburger Hafentor. Weiter stromabwärts, auf der niedersächsischen Elbseite erwacht eine graue Festung aus ihrem Dornröschenschlaf, ein wenig skurril, spätestens dann, wenn die alten Preußen anfangen zu schießen. Ein Bad im Blütenmeer bietet im Frühling das Alte Land, der größte Obstgarten Nordeuropas. Nicht weit davon retten „fliegende“ Boote Leben und gegenüber, am schleswig-holsteinischen Ufer stapfen die letzten Binsenschneider durchs Watt. Ein knochenhartes Abenteuer ohne Zukunft. Fast ausgestorben und vergessen wie die Bandreißer, die einst die Butter zum Rollen brachten. In einer Zeit, als das Segeln noch kein Freizeitvergnügen war. Seither hat sich die Elbe stark verändert. Gerader, tiefer, schneller… der Mensch greift ein in ihren Lauf, immer mehr, immer öfter. Und trotzdem, eines bleibt: Den Takt des Alltags bestimmt der Gezeitenstrom. Ebbe und Flut, danach richtet sich das Leben. | |
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Der zweite Teil des Films folgt dem Elbstrom bis zur Mündung in die Nordsee. Immer auf der Spur der kleinen und großen Geheimnisse, wie dem der wandernden Inseln, oder der lecker-salzigen Silberlinge aus Glückstadt. Und er zeigt, für wen der tiefste Punkt Deutschlands das Höchste ist. Die Elbe hat sich unterdessen breit gemacht. Ihre Ufer, weit auseinander getrieben, sind hier nur noch durch die Fähre zwischen Glückstadt und Wischhafen verbunden. Doch der sitzt ein riesiges Gespenst im Nacken. Zur maritimen Geschichte der Unterelbe gehören liebevoll restaurierte Frachtsegler. Mit dem richtigen Wind im Tuch reisen sie durch die Zeit. Und etwas weiter flussabwärts dreht sich eine archimedische Schnecke. Sie kommt aus Holland und ist kein Kriechtier. Dort wo den Fluss bereits das Salzwasser des Meeres würzt, in Otterndorf, rollen Köpfe rund und reif bis das Kraut sauer wird. Und die „Dicke Berta“ erzählt, warum das Leuchten ihrer Augen verloschen ist. Bei Cuxhaven, verlässt die Elbe ihr Flussbett und vereint sich mit der rauen See. Hier endet die Reise über den großen Strom und seine Nebenflüsse. Eine Reise mit den Gezeiten, zwischen Ebbe und Flut. | |
Teil 3 - Friesland zwischen Weser und Jade _ Erstausstrahlung im NDR / Mo., 21. Dez. 2009 um 21 Uhr | |
| Teil 4 - Ostfriesland zwischen Jade und Ems _ Erstausstrahlung im NDR / Mo., 28. Dez. 2009 um 21 Uhr | |
Teil 3 und 4 wurden gefördert mit Mitteln der nordmedia Fonds GmbH in Niedersachsen und Bremen | ![]() |
Das friesische Land zwischen Weser und Ems ist eine einzigartige Gegend, geprägt von den Gezeiten der Nordsee. Schwere Sturmfluten wüteten über Jahrhunderte, verlegten Flussläufe und -Mündungen, formten Küstenlinien immer wieder neu. Im Kampf mit der See bauten Menschen Warften und Deiche, rangen dem Wattenmeer fruchtbares Neuland ab. Immer war es auch ein Kampf gegen Hunger und Tod. Heute lebt man in Friesland teilweise ein bis zwei Meter unter dem Meeresspiegel. Ein System aus Deichen, Kanälen und Entwässerungsgräben, Sielen und Pumpen macht das möglich - entstanden in einer Zeit, als Moore und Sümpfe im Binnenland trocken gelegt wurden. Die Entwicklung in dieser Gegend ist geprägt von Fischfang und Schiffbau, Torfabbau und Landwirtschaft. Küsten- und Fehnorte wurden zu bedeutenden Handelsplätzen, ostfriesische Schiffer gehörten zu den besten Seeleuten der Welt. | |
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| Bis heute sind die Geschichten lebendig von Bootsbauern und Reedern, von Schmuggel und Hochseeschifffahrt, vom Walfang, Teeimport, Inselleben und dem endlosen Kampf mit der See. Der zweiteilige Film erzählt in opulenten Bildern, wofür das Land der Friesen zwischen Weser und Ems steht - gestern und heute. Er zeigt eine unerwartet bunte Welt zwischen Ebbe und Flut, eine Region, die nicht still stehen wird, solange die Gezeiten kommen und gehen. | |
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Der dritte Teil Ausgangspunkt einer Reise durch das niedersächsische Friesland ist das Land Wursten am östlichen Ufer des Mündungstrichters der Weser - da wo ein findiger Fischer die Krabbenpulmaschine erfand. Die Krabben heißen dort Granat, gefangen von einer bunten Kutterflotte aus den kleinen Sielhäfen. Ihr Revier ist das Wattenmeer, eine amphibische Welt. Bei Niedrigwasser kommt man trockenen Fußes über den Meeresgrund, begegnet Austernfischern auf den Salzwiesen und findet im Hinterland Röhrkohl - eine seltene Delikatesse die früher zum Alltag gehörte. In Bremerhaven hütet die Schiffahrts-Compagnie drei Oldtimer aus der großen Zeit der Dampfschiffe, wie den Dampfeisbrecher „Wal“, der seit 70 Jahren noch immer in Fahrt ist. Auf einem Patrouillenboot der Küstenwache geht es weseraufwärts zur alten Hansestadt Bremen. Bis dorthin, rund 80 Kilometer weit, reichen Ebbe und Flut, der Puls des Meeres, der auch in die Nebenflüsse hinein schlägt, wie in die Hunte. Auf ihr können Frachtschiffe nur bei Hochwasser fahren, nach Oldenburg. | |
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| Sogar das Zwischenahner Meer, das eigentlich ein See ist, hat Verbindung zur Nordsee. Über die Jade gelangt man von Oldenburg zum Jadebusen mit dem weltweit einzigen schwimmenden Moor, weiter nach Butjadingen, zum Künstlerort Dangast und seinem originellen, nicht immer ernst zu nehmenden Kapitän. Mitten im Jadebusen steht der Leuchtturm Arngast, dessen Lampe immer mal wieder gewechselt werden muss. Die Prikkenwege draußen in der Jademündung führen über das Wattenmeer zur Minsener Oog, einer kleinen unbewohnten Insel mit Vogelschutzstation. Wilhelmshaven mit seinen mächtigen alten Marineanlagen, der moderne Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port und das verträumte Hooksiel sind weitere Ankerpunkte auf der Filmreise durch diese ganz eigene Region im Strom der Gezeiten. | |
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Der vierte Teil Westlich der Jade erstreckt sich Ostfriesland bis hin zur niederländischen Grenze. Davor liegen die Ostfriesischen Inseln wie Wellenbrecher in der Nordsee. Weit im Süden verbindet der Küstenkanal Weser und Ems mit dem Ruhrgebiet. Zwischen Wattenmeer und Kanal liegt ein Land voller Leben und Geschichten: Von Menschen wie dem Bootsbauer, der noch immer Schiffe baut wie die Fehnschiffer vor mehreren Hundert Jahren oder von dem Mann, der sein Leben historischen Orgeln gewidmet hat - in der reichsten Orgellandschaft der Welt. Auf der Ems wüten unermüdlich Baggerschiffe, damit die Meyer Werft in Papenburg wieder einen neuen Kreuzfahrtriesen auf dem Fluss zum Meer schicken kann. Ein Gigant im Vergleich zu den alten Torfmutten der Fehnschiffer. | |
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| Diese plumpen Boote machten die Erschließung der Moore und Sümpfe Ostfrieslands erst möglich. Sie waren auch der Beginn eines heute weltweit florierenden Reedereigeschäfts an der Ems. Dass Schlickschlittenfahren mehr als ein Touristenspaß ist, zeigt ein alter Fischer am Dollart, dem Meerbusen an der Grenze zu den Niederlanden. Denn ohne Schlickschlitten käme er nie zu seinen Fanggründen. Anders als die Muschelfischer: Ihre starken Kutter sind aus Eisen, ihr Fang viele Tonnen schwer. Warum bringen sie ihn statt nach Hause wieder ins Meer? Große Kulleraugen tauchen im Emstrichter aus dem Wasser auf, Seehunde, die den traditionellen Plattbodenschiffen hinterherschauen. Vielleicht ist auch der kleine Heuler unter ihnen, den der Wattenjäger im Frühjahr aufgelesen hat. Friesische Häuptlinge und friesische Freiheit, Krimis und Ostfriesentee, gewaltige Sturmfluten, Deiche und Küstenschutz, die ewige Wanderung der Inseldünen - es gibt viel, was diese Region so einzigartig macht, das Land der Ostfriesen, Land im Gezeitenstrom. | |
TV-Projekt für den WDR Deutsche Skipper im Visier - Unterwegs mit der Maas-Polizei | |
45-min-Reportage für den WDR | |
| Produktion 2007 | |
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Tägliche Routine: Die holländische Wasserschutzpolizei startet zur Kontrollfahrt auf der Maas, dem wohl beliebtesten Freizeitfluss der Nordrhein-Westfalen, gleich hinter der niederländischen Grenze. In den Yachthäfen liegen tausende Sportboote. Die meisten gehören den Deutschen. Und an den Ufern sitzen die Angler dicht an dicht. Doch nicht alle verhalten sich so, wie Gäste es tun sollten. Oft haben sie nicht mal einen gültigen Angelschein, ganz zu schweigen von den zurück gelassenen Müllbergen und regelrechter Fischwilderei. Nicht selten holt die Maas-Polizei große Netze mit verendeten Fischen aus dem Fluss. Auch die deutschen Freizeitkapitäne nehmen es nicht immer so genau mit den Vorschriften. Die holländischen Wasserschutzpolizisten aber sind unnachgiebig. Denn sie kennen die Gefahr, die von schnellen Motorbooten, von unzureichenden Sicherheitsausrüstungen und defekten Geräten an Bord ausgehen kann. In jedem Sommer gibt es überfahrene Schwimmer, Kollisionen, Brände… Tote und Verletzte. | |
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Auf der Jagd nach Rasern greifen die Holländer inzwischen sogar zu einem radikalen Mittel: sie lassen die Uniform an Land und gehen mit PS-starken Zivilbooten auf Kontrollfahrt. Und wer sich auf ein vermeintlich harmloses Rennen mit ihnen einlässt, tappt voll in die Falle. Das Kamerateam um Manfred Schulz und Wiel Verlinden begleitet die Beamten der Wasserschutzpolizei Roermond auf ihrer Maas-Patrouille. Und die Verkehrssünder lassen nicht lange auf sich warten: Fahren ohne Führerschein, Alkohol am Steuer, gefährliche Bootsmanöver, abenteuerliche Ausreden überführter Freizeitkapitäne... und ungläubige, geschockte Gesichter. Denn die Folgen für die Betroffenen sind erheblich: Geldbußen von mehreren hundert Euro bis hin zur Anzeige. Ein hartes Durchgreifen, das man in deutschen Bootsrevieren so nicht kennt. | |
ARD-Beitrag für "W wie Wissen" über Methangas Eine Expedition ins Schwarze Meer | |
Wissenschaftsmagazin "W wie Wissen" | |
| Erstausstrahlung 2006 | |
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Die Ursachen des weltweiten Klimawandels sind noch weitgehend unerforscht. Jetzt sind deutsche Wissenschaftler einen Schritt weiter gekommen: in der Tiefsee. Sie haben entdeckt, dass Gasaustritte am Meeresboden entscheidende Auswirkungen auf unser Klima haben. Zum ersten Mal dürfen sie auf einem Forschungsschiff vor der Küste Russlands, Georgiens und der Ukraine Untersuchungen in der Tiefsee durchführen. Nirgendwo auf der Erde lagert oberflächennah mehr Methan als in dem nahezu sauerstofffreien, an den meisten Stellen mehr als 2000 Meter tiefen Meeresbecken zwischen Kleinasien und Südosteuropa - dem Schwarzen Meer. Bestes Forschungsgebiet für die Meeresgeologen um Gerhard Bohrmann. Tief unten im Meer gehen Methan und Wasser eine einzigartige Verbindung ein: Sie bilden eine Substanz (Methanhydrat), die wie Eis aussieht. Wenn man es anzündet, brennt oben in einer blutroten Flamme das Gas, unten läuft das Wasser heraus. Die Verbindung ist sehr instabil, gehalten nur durch den hohen Druck und die niedrigen Temperaturen am Grund der Weltmeere, vor allem im Bereich der Kontinentalränder. Methanhydrat zementiert dort weite Flächen der ansonsten wenig verfestigten Meeresablagerungen. Eine Zersetzung der Gashydrate, etwa durch Erwärmung des Meereswassers, könnte zum Abrutschen großer Erdmassen und damit verbundenen Flutwellen führen. Katastrophal wären auch die Auswirkungen auf das Klima: Methan ist ein Treibhausgas - 30mal effektiver/gefährlicher als Kohlendioxyd. | |
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| Zwei Wochen lang begleitet unsere Kamera Bohrmann und sein Team auf einer Expedition ins Schwarzen Meer. Niemand an Bord weiß, was der Tiefseeroboter und die Greifer aus 1500 Metern Tiefe an Deck holen. Die Deutschen forschen gemeinsam mit Wissenschaftlern anderer Länder - darunter Türkei, Georgien und Russland. Niemand weiß bei Beginn, was genau auf sie zukommen wird - wissenschaftlich gesehen. Auch das Schiff, das russische Forschungsschiff RV PROFESSOR LOGACHEV, trägt seinen Teil zum Abenteuer bei.
Die Ergebnisse der Forschungsreise übertreffen auch die kühnsten Erwartungen: Gasvorkommen in großen Mengen, Schlammvulkane, Gasaustritte am Meeresboden wie in einem Whirlpool. Der Tauchroboter und spezielle, mit Kameras ausgerüstete Greifer ermöglichen spektakuläre Videoaufnahmen aus der Tiefsee. Akustische und seismische Messungen gaben erste Erkenntnisse zur Größe der Methanvorkommen und zu ihrer Verteilung. Erste wichtige Informationen, wie fest Methan am Meeresboden gebunden ist und wie es, wenn es instabil wird, in die Atmosphäre gelangt. Tag und Nacht liefen Messungen, Analysen und erste Auswertungen. Dem Forschungsteam auf der RV PROFESSOR LOGACHEV ist noch eine kleine Sensation gelungen, sozusagen als wissenschaftliches Nebenprodukt: Sie haben vier Ölquellen am Meeresboden gefunden. Etwas, was man dort im Schwarzen Meer nicht vermutet hatte. | |
"Schifffahrt aus Leidenschaft - Die Rickmers-Dynastie" | |
Maritime Dokumentation für den NDR | |
| Filmlänge: 60 Minuten | |
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Es ist die Geschichte der Rickmers Werft und Reederei. Im Vordergrund steht die außergewöhnliche unternehmerische Kompetenz der Rickmers-Familie - in engem Zusammenhang mit der Entwicklung der Schifffahrt in den letzten 150 Jahren. Der Film macht deutlich, mit welchen z.T. visionären Maßnahmen sich das Unternehmen immer wieder den jeweiligen Entwicklungen stellte bzw. diese voran trieb (nationale Wirtschaft, Weltwirtschaft, Wissenschaft und Technik...). Und wie es damit seine Existenz sicherte. Von den bahnbrechenden Ideen des Bootsbauers R. C. Rickmers bis hin zum Bau der heute modernsten Containerriesen auf den Weltmeeren und das Geschäft mit ihnen. | |
" Warten auf den Wind - Die vergessenen deutschen Frachtsegler" | |
Maritime Dokumentation für den NDR | |
| Filmlänge: 60 Minuten | |
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| Immer noch in Fahrt - die letzten Zeugen der Küstenschifffahrt. Der Wohlstand kam auf Schiffen, Jahrhunderte lang, als die Straßen noch nicht da und wenn doch dann schlecht waren und die Pferdefuhrwerke langsam waren. Noch bis zum Zweiten Weltkrieg sorgten kleine Frachtsegler für den Warentransport an den Küsten von Nord- und Ostsee. Sie waren die „Kleinlaster zur See“, vom Wind und den Gezeiten angetrieben mit oft nur zwei oder drei Mann Besatzung. Erst der moderne LKW-Verkehr war ihr Untergang. Nur einige wenige der fast vergessenen alten Frachtsegler sind erhalten und immer noch in Fahrt. | |
ARD/ WDR Menschen hautnah "80 Meter über dem Tod" | |
Der letzte von U77 kehrt zurück | |
| Eine bewegende Lebensgeschichte | |
| Ein 45-Minuten-Porträt / von Manfred Schulz und Andrea Dorschner | |
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Ein Alptraum. Seit 60 Jahren ist er hinter Ernst Peter her: Er treibt im eiskalten Wasser, kann die Lichter am Ufer sehen - das rettende Ufer... unerreichbar. Irgend etwas zieht ihn nach unten, immer und immer wieder. Er kämpft einen Todeskampf. Rudi, sein bester Freund, treibt reglos neben ihm... Und auch die anderen... Es sind die Erinnerungen an die schrecklichste Nacht in seinem Leben, die ihn nicht loslassen. Ernst Peter ist der letzte Überlebende von U 77. Das deutsche U-Boot ist 1943 vor der spanischen Küste versenkt worden. Von 43 Mann starben 34. Warum der heute 81jährige überlebt hat, ist ihm selbst noch immer nicht klar. Ja, er hat überlebt. Aber zur Ruhe gekommen ist er nie. Jetzt endlich, 61 Jahre nach dem Untergang hat Ernst Peter den Mut, sich den Erinnerungen offen zu stellen. Er will versuchen, die Schrecken seiner Vergangenheit abzuschütteln. Der Film begleitet den alten Mann auf eine bewegende Reise dorthin zurück, wo mit dem U-Boot auch ein Teil von ihm in die Tiefe gerissen wurde. Und eine Reise zu den Menschen, die den damals gerade 20jährigen halbtot aus dem Wasser gezogen und ihm ein zweites Leben gegeben haben. | |
"Unter vollen Segeln - Mit der Gorch Fock über den Atlantik" | |
60-min-Dokumentation für den NDR | |
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| Sie gehört zu den schnellsten Großseglern der Welt und besticht durch ihre klassischen Linien: die „Gorch Fock“. Das Segelschulschiff der Deutschen Marine ist aber nicht nur ein Glanzstück in jedem Hafen, sondern auch ein knochenharter Ausbildungsplatz. Der Film begleitet den Windjammer auf einer Ausbildungsreise über den Atlantik, bei der er den Sieg der Großseglerregatta „Tall Ship 2000“ erringt. Und er blickt in die Geschichte des Schiffes seit dem Bau vor über 40 Jahren. | |
"Tief im Westen" - 15teilige Filmreihe für den WDR | |
Von Manfred Schulz und Andrea Dorschner | |
| Jeder Teil ein 45-Minuten-Feature | |
„Tief im Westen" ist eine bisher 15teilige Filmreihe (je 45 min) über ungewöhnliche Einblicke, verzaubernde Ausblicke, seltene Begegnungen, nautische Herausforderungen, Natur und Wasserspaß pur. Auf dem Wasserweg durch das Land Nordrhein-Westfalen und seine Nachbarregionen! Die 15 Feature ergeben gemeinsam ein zusammenhängendes Bild von NRW und den angrenzenden Wassersportrevieren - vom Wasser aus gemalt. Jeder Teil für sich erzählt eine abgeschlossene Geschichte. Die Filme bestechen durch schöne, ausdrucksstarke Bilder, ausgesuchte Musik und Menschen, die die Handlung tragen. | |
Kurzcharakteristik der Filmreihe "Tief im Westen" | |
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| Die Filmreihe „Tief im Westen“ möchte dem Zuschauer Regionen zeigen, die selbst für den Einheimischen entdeckenswert sind und die überraschend viel Neues zu bieten haben. Und auch Bekanntes wird für ihn zum „Unbekannten“, weil er es aus einer ungewöhnlicher Perspektive heraus kennen lernt. Der Zuschauer sitzt mit im Boot, wenn sich das Schleusentor schließt, wenn der Sportbootskipper mit dem Binnenschiff auf dem Rhein Funkverbindung aufnimmt oder die Crew am Anleger den Sonnenuntergang genießt. Er unterhält sich mit den Menschen vor Ort und hat Lust, selbst einmal den Kühlturm vom „Atomkraftwerk“ Kalkar zu erklimmen. Die Filme werden dem Zuschauer viel Neues nach Hause bringen. Nichtsdestotrotz wird er sich in ihnen auch wiederfinden: Er sieht das Wasserschloß, das er am letzten Wochenende erst besucht hat. Der Mann, der da was zur Geschichte der Lachse in der Sieg sagt, ist der Mann von nebenan. Und auf dem Rhein wollte er sowieso schon immer mal ´ne Schiffstour machen... | |
WDR _ Tief im Westen - Teil 1 | |
Mit dem Boot von Porta Wesfalica ins Ruhrgebiet | |
| Feature / 45 Minuten | |
Käpt´n ahoi! Hier, tief im Westen? Na klar, wo denn sonst! Hier in Nordrhein-Westfalen, im tiefen Binnenland, kann eine Bootsfahrt kaum spannender sein. Ein weit verzweigtes Netz aus Flüssen und Kanälen durch-zieht das Land. Es erlaubt Freizeitskippern - und allen, die dem Wasserweg folgen - ungewöhnliche Einblicke, verzaubernde Ausblicke, seltene Begeg-nungen, bootsfahrerische Herausforderungen, Natur und Wasserspaß pur. Am Tor Westfalens, der Porta Westfalica, beginnt unsere Reise mit dem Sportboot durch NRW. Der erste Film der siebenteiligen Reihe „Tief im Westen„ führt vorbei am Wiehengebirge, am Teutoburger Wald und quer durchs Münsterland bis an den Rand des Ruhrgebietes. Der Mittellandkanal und der Dortmund-Ems-Kanal bilden eine über 250 Kilometer lange Wasserstraße. Einst für die Frachtschifffahrt gebaut, nutzen sie heute immer mehr Freizeitkapitäne. Sie führt durch weite Naturschutzgebiete, Moore, Wälder und weite Ackerflächen, durch Städte und beschauliche Dörfer, weit abseits von Hektik und Stress der Ballungsräume. NRW hat auch andere Seiten! Ländliche Idylle und Kuriositäten bestimmen hier das Bild. | |
| Am Wasserstraßenkreuz Minden überquert der Mittellandkanal in einer aufwendigen Konstruktion die Weser, Schiffe werden innerhalb weniger Minuten 13 Meter emporgehoben, alte Mühlenflügel ächzen im Wind, trotzige Wasserburgen und verwunschene Schlösser erwecken märchenhafte Fantasien. Schloss Nordkirchen gilt als Versailles Westfalens, „Spökenkieker„ erzählen vom „Zweiten Gesicht„, ein Türmer hält Feuerwache wie im Mittelalter und in Havixbeck wird noch einmal der „Junge vom Moor„ lebendig. Besonders schön ist es entlang der Ems. Ein kleiner Fluss, in dessen Verlauf Menschenhände so oft eingriffen – nicht immer zum Besten. Wussten Sie, dass Pumpernickel aus dem Münsterland kommt und dass sich kaum noch ein Bäcker an das Originalrezept heranwagt? Und nicht zu vergessen Münster, die „lebenswerteste Stadt der Welt„…
„Tief im Westen„ - eine ungewöhnliche Reise mit außergewöhnlichen Perspektiven. | |
WDR _ Tief im Westen - Teil 2 | |
Über den Rhein vom Siebengebirge bis Köln | |
| Feature / 45 Minuten | |
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Der Rhein - sagenumwoben, berüchtigt und für Freizeitskipper eines der spannendsten Reviere Deutschlands. Es birgt für den Wasserreisenden große nautische Herausforderungen, bewegende Geschichte die schon lange vor den Römern begann und eine riesige Erlebniswelt aus Kultur, Sport und Freizeit. Nordrhein-Westfalen hat einen wichtigen Teil des mächtigen Stroms abbe-kommen. Seine Spuren hat er über das Flußbett hinaus überall im Land verteilt. Der zweite Film der Reihe „Tief im Westen„ folgt dem Rhein abwärts vom Siebengebirge bis nach Köln. Dem Wasserlauf folgend, sammelt unsere Bootscrew ungewöhnliche Eindrücke, seltene Begegnungen und Naturerlebnis pur. Sie entdeckt das Bundesland und seine Menschen von einer ganz anderen, einer besonderen Seite. Und sie ist für eine Reise lang Teil der kleinen Familie, die mit ihren Schiffen auf der größten und meistbefahrendsten Binnenwasserstraße Europas zu Hause ist. | |
| Ausflüge zu Land führen uns zum Beispiel zu einem Winzer, dessen Wein schon Adenauers Gaumen verwöhnt hat. Wir stöbern im Leben des großen Politikers, wollen ihn privat kennenlernen. Die Kamera folgt ihm auf und über den Rhein zum ehemaligen Regierungssitz in Bonn. Die einstige Bundeshauptstadt mausert sich gerade zu einer Kulturhauptstadt.
Landschaftlich ist der Rhein unten am Siebengebirge traumhaft schön: weinbewachsene Uferberge, malerisch und mystisch der Drachenfels. Stromabwärts werden die Ufer flacher, Städte und Dörfer rücken näher. Und dann Köln, da kommt kein Skipper ohne Halt vorbei. Wie damals, als die Stadt von den vorüber fahrenden Schiffern Wegezoll einforderte. Köln wurde reich, heute gibt es dem erlebnishungrigen Wasserreisenden viel zurück. Noch etwas nördlicher begegnen wir Napoleon, der eine schiffbare Verbindung zwischen Rhein und Maas bauen wollte: den Nordkanal. Er wurde nie fertig. Aber vergessen ist er nicht, es gibt heute wieder große Pläne, die allerdings andere Ziele haben. | |
WDR _ Tief im Westen - Teil 3 | |
Über den Rhein von Köln bis Emmerich | |
| Feature / 45 Minuten | |
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Im dritten Teil der Filmreihe „Tief im Westen“ stehen unserer Bootscrew abenteuerliche Stromkilometer zwischen schweren, behäbigen Container-schiffen, schnellen Ausflugsdampfern und kleinen Segelbooten bevor. Er führt uns von Köln aus weiter den Rhein abwärts und endet dort, wo der Rhein seinen Namen verliert - an der niederländischen Grenze. Jede Begegnung auf dem Rhein ist eine Herausforderung für sich. Und auch der Fluß selbst, als schnell fließender Strom mit vielen Tücken, verlangt dem Freizeitskipper viel Wissen und Können ab. Manchmal sogar, wenn der Wind bläst und die dicken Pötte richtig Dampf machen, ähnelt der Törn mit dem Sportboot eher einem Rodeo-Ritt. Abwerfen lassen darf man sich unter keinen Umständen. Das wäre lebensgefährlich. | |
| Die Reise führt an Städten wie Düsseldorf, Krefeld, Duisburg, Xanten, Rees, Kalkar und Kleve vorbei. In einigen warten auf uns ungewöhnliche Bekanntschaften oder auch „nur“ touristische Ankerpunkte. Krefeld zum Beispiel ist eine alte Textilstadt. So mancher Kardinal hätte ohne ihre Seidenstoffe blass ausgesehen. Oder Duisburg: eine Stadt, die die Sportskipper mit höchstem Komfort und Luxus kapern will. Und Xanten? Dort führt eine besondere Spurensuche zu den Römern, die uns nicht nur Scherben hinterlassen haben. Können Sie sich an den „schnellen Brüter“ in Kalkar erinnern? Strom hat er nie produziert, aber reichlich Freizeitenergie gibt´s dort zu tanken...
Bei Rees gehen wir mit einem alten Fischer auf „großen“ Fang. Ist er eher „Seemann“ oder „Landmann“? Wie verträgt er die Einsamkeit nachts, wenn die feuchte Kälte in die Knochen kriecht und die großen Pötte seinen kleinen Fischerkahn zur wellenreitenden Nußschale machen? Und die Fische, sind sie überhaupt genießbar? | |
WDR _ Tief im Westen - Teil 4 | |
Mit dem Boot durchs Ruhrgebiet | |
| Feature / 45 Minuten | |
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| Vergessen Sie alle Vorurteile! Ungewöhnlich, abenteuerlich und garantiert nie langweilig: die neue Erlebnis-Metropole Ruhrgebiet steckt voller packender Möglichkeiten. Vor allem, wenn Sie dieses Revier vom Wasser aus entdecken wollen. Begleiten Sie den Asendorfer Filmproduzenten Manfred Schulz und sein VIDEOSAIL-Team auf einen 45minütigen Bootstörn, den es sonst nirgendwo anders gibt. Ruhrgebiet - das sind 250 Kilometer schiffbare Wasserwege, zahlreiche Yachthäfen und Anlegestellen, Wassersportzentren und Naturschutzgebiete mit idyllischen Landschaften und urigen Wäldern. Und das alles in einer einzigartigen Symbiose mit den Monumenten der Industriekultur, die restauriert und teilweise umfunktioniert die spannende Vergangenheit der Region - den Mythos von Kohle und Stahl - für jedermann erlebbar machen. Mit dem Boot sind diese industriekulturellen Highlights bequem zu erreichen aber auch Orte der Kunst und Kultur, Musicalbühnen, Shoppingwelten und Freizeitspaß. Oder eben Oasen der Ruhe mit Gelegenheit zum Beispiel für Radtouren durch Naturparks und großzügige Grünanlagen. Und für den Skipper ist der Törn auf dem westdeutschen Binnenwasserstraßennetz zwischen Dortmund, Duisburg und Wesel Fahrspaß und Herausforderung gleichermaßen: Hier kann er mit den dicken Pötten der Berufsschifffahrt auf Tuchfühlung gehen, sich in riesigen Schleusen beweisen oder Teil werden eines bunten, niemals stillstehenden Szenarios, dem Binnenschiffsverkehr auf der bedeutendsten Wasserstraße Europas, dem Rhein. | |
WDR _ Tief im Westen - Teil 5 | |
Über Sieg und Ruhr durchs Sauerland | |
| Feature / 45 Minuten | |
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Das Sauerland gilt als die größte Ferien- und Freizeitregion Deutschlands - es ist aber auch die regenreichste. Wie passt das zusammen? Der Regen hat im Laufe der Zeit die Landschaft verzaubert, hat eine einzigartige Wasserwelt entstehen lassen. Ein dichtes Netz aus Flüssen und Bächen, das das Wasser vor allem über Ruhr und Sieg in den Rhein leitet. Das ermöglicht Wassersport in jeder denkbaren Form. Ein in Deutschland einmaliges Erlebnis ist eine Bootstour durch diese verwunschene Welt. In den waldreichen Tälern sind Stauseen entstanden, manche davon 20 Kilometer lang. Im Sommer sind sie Heimat vieler Segelboote. Und bei Niedrigwasser sieht man da und dort noch Reste überfluteter Dörfer auftauchen. Mehrere Tage lang ist die Kamera im Boot unterwegs, folgt der Ruhr und mit ihr den Spuren der Kohlenschiffe. Früher wurden sie von Pferde- und Ochsengespannen den weiten Weg nach Bochum, Essen und Duisburg gezogen. Heute sehen wir, wie Sportboote über die Schleusen und Wehre getreidelt werden. Übrigens gehört das Ruhrtal zu den ersten Regionen in Deutschland, die im 19. Jahrhundert für den Tourismus entdeckt wurden. Es gilt aber auch als „Wiege des Ruhrbergbaus“. Zeitweise bestimmten Kohle, Erz und Industrie das Leben der Menschen im Tal. Heute ist wieder alles ganz anders. Auf seinem Weg die Ruhr hinab folgt das Filmteam um Autor Manfred Schulz der spannenden Geschichte dieser Region. | |
| Das Wasser von Ruhr und Sieg hat fast wieder Trinkwasserqualität. Und so manche Fischart, die einst als ausgestorben galt, ist längst wieder beheimatet. Wir treffen auf der Sieg einen Angler und versuchen, ihm die Geheimnisse der hohen Kunst des Fliegenfischens zu entlocken. Wir erfahren erstaunliches über die Lachse: Seitdem Naturforscher an Sieg und anderen Rheinzuflüssen Lachse ausgesetzt haben, kehren sie in jedem Herbst aus dem Atlantik zurück zu ihren Brutstätten. Springende Lachse in NRW. Das hat es 100 Jahre lang nicht mehr gegeben!
Kaum vorstellbar, dass wir nur wenige Kilometer von den Ballungsräumen entfernt sind. Ruhige Flussabschnitte, kleinere Stromschnellen und Stauseen wechseln sich ab. Diese Seite von NRW lässt sich nur vom Wasser aus erfahren. Und zu einem ganz besonderen Erlebnis wird die Reise schließlich, wenn die Kamera an Bord eines kleinen Dampfbootes geht... | |
WDR _ Tief im Westen - Teil 6 | |
Rur und Erft - Von der Eifel zum Niederrhein | |
| Feature / 45 Minuten | |
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Ganz im Westen von NRW, zwischen der Nordeifel und dem Niederrhein, vollzieht die Rur so etwas wie den kleinen Grenzverkehr zwischen Belgien, Deutschland und der Niederlande. Der kleine Fluss dreht dem großen Rhein den Rücken zu und fließt nach Westen, in die Maas. Auf seinem Weg durchs Grenzgebiet zeichnet er einen einzigartigen, wechselvollen Verlauf: Die Ruhr entspringt im belgischen Hohen Venn und mündet nach 170 Kilometern bei Roermond in die Maas. Streckenweise, vor allem im Frühjahr, fließt sie wild und schnell durch tiefe Täler und ist bei Wildwasser-Kanuten sehr beliebt. Dann wieder durchzieht sie gemächlich fließend große Wälder, Naturschutzgebiete und weite Auenlandschaften. Der Fluss liefert noch heute manchem Betrieb das Wasser für die Produktion und trifft auf malerische Orte an den Ufern. Vielerorts hat die Rur und ihr „weiches“ Wasser das Leben und Wirken der Menschen bestimmt. Das Tuchmacher-Städtchen Monschau ist nur ein Beispiel. Der 20 Kilometer lange Rurstausee ist ein beliebtes aber auch tückisches Segelrevier, wie wir erfahren. Nicht einfach für die Segeleinsteiger, die hier ihren Schein machen. Bequemer ist der Ausflug mit einem der Fahrgastschiffe. Aber egal wie und womit unterwegs, der See und die Landschaft drum herum bieten atemberaubende Aussichten. Aufgestaut wurde der Rursee Anfang des letzten Jahrhunderts. Viele Familien mussten umgesiedelt werden. Der Bau der großen Staumauer war Präzisionsarbeit. Heute wird ihr Zustand 70 Meter unter der Wasseroberfläche täglich kontrolliert. Die Kamera ist dabei und muss entdecken, dass die Mauer undicht ist... und dass das durchaus so sein muss. | |
| Die Rur abwärts, in Jülich, der historischen Festungsstadt an der Rur, sind die Spuren der Römer und Franzosen noch heute sichtbar. Die strategisch günstige Lage zwischen Aachen und Köln ließ massive Burgen und Brückenköpfe über der Rur entstehen. Und noch weiter flussabwärts prägen endlose Flussauen, Wälder und Bruchlandschaften die Region.
Über weite Strecken parallel zur Rur zieht die Erft ihre Bahn nordwärts. Auch sie entspringt in der Eifel, mündet aber nach Osten hin, bei Neuss, in den Rhein. Die Erft wurde durch den Menschen stark beeinflusst, sie wurde verlegt, begradigt und mittlerweile in Teilen wieder renaturiert. Wie an der Rur wurden an der Erft Wehre gebaut, um Mühlen und Kraftwerke zu betreiben. An ihr fühlten sich Ritter und Grafen wohl - und tun es immer noch. Die Kamera spürt einige der Adligen auf und stellt fest, dass Ihr ehemals reiches Erbe heute eher große Last bedeutet. Schiffbar ist die gut 100 Kilometer lange Erft nur auf ihrem letzten Drittel, und dann auch nur für die paddelnden Wassersportler. Dafür aber gibt es hier einige wilde Stellen, die es in sich haben. Übrigens wussten schon die Römer das gute Wasser aus der Eifel zu schätzen. Das Rheinwasser mochten sie nicht trinken, also bauten sie in einer aufwendigen Konstruktion einen Wasserkanal bis nach Köln. Dieser war, als man ihn Jahrhunderte später bei Ausgrabungen entdeckte, Anlass zu mancher abenteuerlichen Spekulation. | |
WDR _ Tief im Westen - Teil 7 | |
Dreiländertörn über Maas, Schwalm und Nette | |
| Feature / 45 Minuten | |
Mit dem Sportboot auf Flüssen und Kanälen - das ist ganz im Sinne der Nordrhein-Westfalen. Dabei sind sie grenzenlos - und das nicht nur, was ihren Drang nach Freizeitspaß und Naturerlebnis angeht. Alles, was den Hobbykapitänen gefällt, steuern sie an - eben auch das Wasser ihrer niederländischen Nachbarn. Sie werfen ihre Anker aus und nennen es ihr Heimatrevier. Die Rede ist von der Maas und dem weit verzweigten Seengebiet um Roermond, Teil des deutsch-niederländischen Naturparks Maas-Schwalm-Nette im Dreiländereck Belgien-Niederlande-Deutschland. Ein über 3000 Hektar großes Freizeitparadies für Wassersport in allen Variationen mit unzähligen Marinas, kleinen Häfen und versteckten Ankerbuchten. Übrigens darf man hier auch ohne Sportbootführerschein am Steuer stehen. Viele Bootseigner aus Nordrhein-Westfalen haben genau hier ihre Liegeplätze. | |
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| Unterwegs auf dem Törn maasabwärts treffen die Filmautoren Wiel Verlinden und Manfred Schulz auf die Weltenbummler Rollo und Angelika Gebhard. Nach mehrfacher Weltumsegelung suchen die beiden nun auf den Binnengewässern nach neuen Abenteuern. Und sie sind überrascht, was die Maas zu bieten hat. Schnell haben sie sich anstecken lassen von der Gastfreundschaft der Limburger, von der hier herrschenden Gemütlichkeit und Ruhe. Die Umgebung lädt zu Streifzügen ein: das „weiße Städtchen“ Thorn, der Schifferort Maasbracht, Stevensweert oder das lebendige Roermond, wo die Rur in die Maas mündet. Die Kamera trifft auf interessante Themen wie das riesige Höhlensystem bei Maastricht, den Winzer mit dem kleinsten und ältesten Weinberg... Wir steigen auf einen der Kiesbagger, die die Limburger Maas zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Eng verbunden damit ist der Hochwasserschutz. Niemand versteht soviel davon wie die Niederländer, die dem Wasser einen großen Teil ihres Landes abgerungen haben.
Oberhalb von Venlo mündet die Schwalm in die Maas, ein kleiner Fluss, der aus Deutschland kommend viel Entdeckenswertes mit sich bringt. Wir treffen einen Künstler, dessen Skulpturen das Flussufer in eine Galerie verwandeln. Oder der Ort Brüggen, ein traumhaftes Ziel im Zentrum des Naturparks Maas-Schwalm-Nette. Und nicht zu vergessen die unverwechselbare und geschützte Tier- und Pflanzenwelt rund um die Krickenbecker Seen. Entstanden durch Torfstich und zum Teil gespeist vom Wasser der Nette bieten sie heute vor allem seltenen Vogelarten ein Zuhause. Unser Bootstörn auf der Maas geht weiter an Venlo vorbei nach Leukerheide, einem riesigen Baggersee, umgeben von einer eher untypisch holländischen Natur: Sandstrände, Kiefernwälder, Heideflächen, fast schon mediterran. Der Film endet wenige Kilometer maasabwärts in den Mooker Plassen. Der Name des Yachthafens „Eldorado“ sagt eigentlich alles... | |
WDR _ Tief im Westen - Teil 8 | |
Die neuen Ufer der Niers | |
| Feature / 45 Minuten | |
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Die Niers. Wald- und Wiesenfluss, flaches Land links und rechts. Gut 100 Kilometer lang bei nur 70 Meter Gefälle zwischen Quelle und Mündung. Aber langweilig? Keineswegs! Man muss nur genau hinschauen. Und wir tun es. Schon wird aus dem flachen Land eine Erlebniswelt für Einheimische und Touristen - die Niers führt uns mitten hindurch. Kaum ein anderer Fluss in Deutschland hat eine so bewegte, von Menschenhand geprägte Geschichte. Für den Mühlenbetrieb wurde die Niers unzählige Male aufgestaut, begradigt und verlegt, Nutzwasserlieferant, Abwasserkanal… Über die Jahrhunderte schon weitgehend aus ihrem Bett vertrieben, verschluckten die Braunkohlebagger auch noch ihre Quelle. Jetzt muss die Niers künstlich gespeist werden, und ihr Lauf wird noch immer verändert. Er wird streckenweise zurückgebaut, renaturiert. Der Fluss heute? Die Niers ist immer noch einer der meist genutzten Flüsse NRWs - im Trink-, Brauch- und Abwasserkreislauf. Vor allem aber ist sie eine pulsierende Freizeitader - zwischen Rhein und Maas, Mönchengladbach und Gennep. Besonders geschätzt von den Kanusportlern, einer von ihnen nimmt uns mit ins Boot. Aber auch Radfahrern und Wanderern weist sie den Weg durch das unverwechselbare niederrheinische Tiefland. Eine Region mit einem eigenen Menschenschlag, eigenen Geschichten und Episoden. Vorbei an verwunschenen Burgen und prächtigen Herrenhäusern, an kleinen Orten und historischen Schauplätzen. | |
| Schon unmittelbar hinter der Quelle, bei Mönchengladbach, stoßen wir auf ein Stück europäische Geschichte. Hier kreuzt die Niers den Nordkanal. Vor rund 200 Jahren ließ Napoleon mit den Bauarbeiten beginnen. Der Kanal sollte Antwerpen mit dem Rhein verbinden, wurde aber nie zu Ende gebaut. Trotzdem erfuhr er eine gewisse Vollendung: als „Fietsallee“, eine Fahrradroute, gespickt mit Erlebnis- und Wissensstationen, die heute dem ursprünglich geplanten Kanalverlauf folgt. Höhepunkt ist eine schwebende Fähre bei Cloerbruch, Technik des 18. Jahrhunderts.
Kurios wird es, wenn die „Rasenmäher-Männer“ kommen: der Fluss wird gemäht! Wie, warum und weshalb - das erfahren wir vom „Kapitän“ der schwimmenden Mähmaschine. >BR>Der wichtigste Zufluss zur Niers ist die Nette. Ein wunderschöner kleiner Fluss, der manchmal aber auch rückwärts fließt. Die von ihm durchflossenen Krickenbecker Seen bilden das Herzstück des Nationalparks Schwalm-Nette. Naturidylle pur. Der legendäre „Jan an de Fähr“… der berühmte Wallfahrtsort Kevelaer… ein alter Zigarrenmacher, der Tradition ins Heute rettet… der weltweit anerkannte Lichtkünstler, Bildhauer und Maler Heinz Mack, Begründer der Künstlergruppe Zero… das mittelalterliche Wachtendonk, das einst Wasserburg im Sumpf war… ein Puppenspieler, der von sich selbst behauptet, dass er verrückt sei… das Städtchen Kessel, wo wir dem am Ufer der Niers geborenen Kaiser Otto begegnen... Flachs und was es mit ihm auf sich hat… Auf unserer Bootsreise die Niers hinab bis zur Mündung in die Maas treffen wir auf viele Menschen und Geschichten. Alle zusammen lassen den Zuschauer eine Region Nordrhein-Westfalens sehen, die wohl auch den Einheimischen überraschend unbekannt ist. | |
WDR _ Tief im Westen - Teil 9 | |
Mit Volldampf auf der Lahn | |
| Feature / 45 Minuten | |
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Im Südosten Nordrhein-Westfalens, zwischen Rothaargebirge, Taunus und Westerwald, entspringt einer der idyllischsten Flüsse Deutschlands: die Lahn. Seitdem die Frachtkähne dort nicht mehr fahren, gilt der 240 Kilometer lange Fluss als Insidertipp für Freizeitkapitäne, Paddler und Kanuten. Wir wollen erfahren, warum und starten zu einem einmaligen Törn mit einem einzigartigen Schiff - einem Dampfboot. So ungewöhnlich wie unser Gefährt sind auch die Menschen und Geschichten, auf die wir unterwegs treffen - auf, im und am Wasser. Bis heute ist die Quelle der Lahn von Geheimnissen umgeben. Ihr Lauf beginnt im Siegen-Wittgensteiner Land, 650 Meter über dem Meeresspiegel und ganz nahe der Sieg-Quelle. Wo genau…? So mancher wurde auf der Suche nach dem Ursprung des kleinen Flüsschens schon aufs Glatteis gelockt. Das Lahntal gilt als eines der schönsten Nebentäler des Rheins. Alte Burgen und Schlösser sind als Zeugen der Vergangenheit beliebte Ausflugsziele. Vor allem aber die Natur rund um verzaubert. Die Lahn entspringt in einer regenreichen, saftig grünen Mittelgebirgslandschaft, fernab von Industrie und Ballungsräumen. Im Mittellauf öffnet sich das Tal, wird breiter und nimmt beeindruckende Fachwerkorte wie Marburg und Wetzlar in sich auf. Im unteren Abschnitt, wo das Tal wieder enger, die Berge links und rechts höher werden und der Fluss viele, viele Schleifen wirft, sind die Sportbootfahrer zu Hause. Zwölf Schleusen müssen sie abwärts bis zur Mündung in den Rhein überwinden. Bauwerke, die schon vor über einhundert Jahren angelegt worden sind, zum Teil aus wertvollem Lahnmarmor gebaut, damals für die Lastenschiffe, die vor allem Holz und Eisenerze über die Lahn transportierten. Heute regeln die Schleusen den Wasserstand für die Freizeitschifffahrt. | |
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Unterwegs treffen wir auf Menschen wie den Köhler, dessen Meiler heute noch brennen wie damals, als Eisenerze mit Holzkohle verhüttet wurden. Durch das märchenhafte Marburg führen uns die Gebrüder Grimm. Ein Chemieprofessor in Gießen lässt es im Namen Justus von Liebig so richtig knallen. Warum ihn die Lahn nicht loslässt, erzählt der Skipper eines Ausflugbootes. In Weilburg sitzen wir mit Lebensrettern im Boot und erkunden mit ihnen den einzigen Schiffstunnel Deutschlands. Das Städtchen Limburg besticht durch wunderschön restaurierte Fachwerkhäuser, den Fischmarkt und den spätromanischen Dom. Limburg lag an der Handelsstraße von Köln nach Frankfurt, und die „Fahrgasse zu Limburg“ galt als die engste Stelle auf diesem Weg. Deshalb waren auf dem Heumarkt in Köln die Maximalmaße für die Fuhrwerke angeschlagen. Ein schrulliger Burgherr erzählt auf der Laurenburg vom Ursprung berühmter Adelsgeschlechter. Lahn abwärts fischen wir nach großen Krebsen, die früher einmal Exportschlager waren. Weltweit berühmt ist der Lahn-Marmor - auch wenn das nur ganz wenige wissen. Ihn findet man in Bauten wie dem Empire State Building, der Moskauer Metro, im Berliner Dom und im Kurtheater von Bad Ems - der letzten großen Station unserer Flussreise. Und bevor wir der Lahn mit Volldampf in den Rhein folgen, kosten wir noch von den weltbekannten Bad Emser Heilquellen, für die schon Kaiser und Zaren kleine Weltreisen auf sich nahmen. | |
WDR _ Tief im Westen - Teil 10 | |
Vom Niederrhein nach Zeeland | |
| Feature / 45 Minuten | |
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Das ganze Jahr über träumen viele Rheinländer vom Urlaub auf dem Wasser. Weit weg müssen sie dafür nicht. Direkt vor ihrer Haustür haben sie eines der schönsten Bootsreviere Deutschlands. Und das Beste daran: es ist viel größer als ihr Land Nordrhein-Westfalen - vor allem, wenn man Zeit für längere Törns hat. Weit über die Grenzen hinaus in Richtung Holland bieten sich dem Freizeitkapitän traumhafte Möglichkeiten. Selbst für Segelbootskipper. Nur müssen die ein kleines Handicap umschiffen - der Mast ihres Bootes passt nicht unter jeder Brücke hindurch… Diesmal - im Teil 10 der TV-Reihe „Tief im Westen“ - soll´s nach Zeeland gehen, ein bisschen Nordseeluft schnuppern. In Kleve nimmt uns unser Skipper an Bord und er verspricht eine Reise, die wir so schnell nicht vergessen werden: Mit gelegtem Mast vom Spoykanal aus, durch die typisch niederrheinische Landschaft, in den Rhein. Dann, die gemütliche Route, über die Maas bis nach Zeeland. Das ist der Plan. Und unterwegs gibt es ungewöhnliche Begegnungen, atemberaubende Natur, spannende Geschichten und abenteuerliche Abstecher ins Land hinein. | |
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| Schenkenschanz - Insel ohne Wasser, die Düffel und ihre verzauberte Vogelwelt, Oude Rijn und Millinger Ward, Nijmegen und der Mann mit den meisten Fahrrädern, Verkehrsüberwachungszentrale und die Patrouillefahrt mit dem Wachboot auf dem Fluss, Hieronymus Bosch und die Geister im unterirdischen Flusssystem, wandernde Sanddünen im Binnenland, Pannekoeken, die Mühlen von Kinderdijk, aufsteigender Nebel im Bisbos - der einzigartigen Wasserlandschaft im Mündungsdelta von Maas und Waal, Heusden und das „Goldene Jahrhundert“…
Kurz vor Strijensas quert die letzte große Autobahnbrücke unsere Reise. Danach ist der Weg frei - nach oben hin. Also schnell den Mast stellen, unser Segelboot bekommt seinen Stolz zurück. Endlich können die Segel gesetzt werden. Der Wind trägt uns nun auf unserer letzten Etappe durch Zeeland hindurch: Zierikzee, Renesse - das Sylt der Niederlande, Vlissingen, das malerische Festungsstädtchen Middelburg - vor der Eindeichung direkt an der Nordsee liegend und heute ein Binnenort, Muschelauktion und Austernzüchter in der Oosterschelde, die gigantischen Wasserbauten der Deltawerke - ganz Zeeland kann bei Sturmflut dicht gemacht werden… Eine Region, viel weiter und offener als bisher auf unserer Reise. Das Wasser ist breit und schon ein bisschen salzig, und der Westwind bläst eine frische Nordseebriese herüber… | |
WDR _ Tief im Westen - Teil 11 | |
Vom Ruhrgebiet ins Ijsselmeer | |
| Feature / 45 Minuten | |
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Wenn die Freizeitskipper aus Nordrhein-Westfalen Urlaub haben, reicht ihnen ihr eigenes Bootsrevier nicht. Sie wollen mehr - und Meer. Grenzen spielen da keine Rolle. Schließlich haben sie die holländischen Gewässer direkt vor ihrer Haustür. Und sowieso: Wenn es ums Bootfahren geht, dann zählen sie diese Gewässer großzügig zu ihrem „Heimatrevier“… Teil 11 der TV-Reihe „Tief im Westen“ folgt dem Rhein vom Wesel-Datteln-Kanal aus in die Ijssel und weiter nordwärts ins Ijsselmeer. Eine Verbindung, die einmal große Bedeutung hatte für deutsche Binnenschiffer - auf ihrem Weg zu den Seehäfen der Nordsee. Heute sind es vor allem die Freizeitskipper, denen man hier begegnet. Die meisten von ihnen kommen aus Nordrhein-Westfalen - auf der Spur gigantischer Wasserbauwerke, riesiger Polder, spannender Geschichten und skurriler Menschen, alter Hansehäfen und verzauberter Städtchen unter dem Meeresspiegel… | |
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| „Tibor“ heißt die Motoryacht, ein gemütliches Boot, wetterfest und der Stolz unseres Skippers. Er hat uns eingeladen auf seine Entdeckungsreise durch, wie er sagt, „das schönste Stück Holland“. Unterwegs lernen wir die deutschen Zuflüsse der Ijssel kennen, wie die im nordrhein-westfälischen Borken entspringende Issel oder die Berkel aus Billerbeck. Überhaupt kommt das meiste Wasser der Ijssel aus NRW. Vielleicht ein Grund, weshalb sich die Rheinländer auf ihr wie zu Hause fühlen?
Alte Hansestädte wie Zutphen, Deventer und Kampen, das Geheimnis des Kaffees, die skurrile Miniaturstadt Bronkhorst und ihr unglaublicher Mr. Scrooge, die Wahrheit über die Ijssellinie, das endlose Kanalnetz Frieslands, verzauberte Natur und urig-idyllischen Orte, Häfen fünf Meter unter dem Meeresspiegel, das sagenumwobene Schokland, Giethoorn und warum man dort das Rad nicht braucht, die betenden Fischer aus Urk, das Ijsselmeer und seine berühmten Frachtsegler… Themen einer Reise - vielfältig-bunt, zum Teil verrückt und immer spannend. Einer Reise durch die „Wahlheimat“ vieler Freizeitskipper aus Nordrhein-Westfalen. | |
WDR _ Tief im Westen - Teil 12 | |
Über die Wupper durchs Bergische Land | |
| Feature / 45 Minuten | |
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Sein Name ist eigentlich jedem ein Begriff, doch kaum jemand kennt den Fluss wirklich: Die Wupper im Bergischen Land - das Land der Elemente, der Wasserkraft und der Feuerkunst, die Wiege der Eisenindustrie. Im Teil 12 der Filmreihe „Tief im Westen“ folgen wir dem Lauf der Wupper - geführt von einem Mann, der seit 30 Jahren auf dem Fluss Kanu fährt. In seinem Sport war er Weltmeister, traf überall auf Menschen, die - für ihn überraschend - sagten: „Von der Wupper kommst du? Klar, die kenn ich“. Aber warum? Die Wupper ist schließlich nicht der Rhein, als Schifffahrtsstraße viel zu klein, als Touristenmagnet bis vor kurzem viel zu dreckig. Warum also ist dieses Mittelgebirgsflüsschen so bekannt? Unsere Spurensuche mit dem Kanu führt uns vorbei an Ruinen berühmter Schwarzpulvermühlen und typisch bergischen Höfen. Wir begegnen begeisterten Fliegenfischern und Bleichern bei der Arbeit und stemmen poröse Brocken aus einer denkmalgeschützten Talsperrenmauer. Wir paddeln unter der Wuppertaler Schwebebahn. Bestaunen Eisvögel und Flusskrebse dort am Fluss, wo Schulkinder noch vor 20 Jahren „stinkefrei“ bekamen. Wir stellen kleinen „Vampiren“ nach und treffen auf Zeugen großer Textilindustrie, Scherenschmiede und traditionelle - noch immer mit Wasserkraft arbeitende - Scherenschleifer im Solinger Wipperkotten... Am Ende der Reise wissen wir, warum die Wupper, die das Bergische Land und seine Geschichte so maßgeblich geprägt hat, so bekannt ist. | |
WDR _ Tief im Westen - Teil 13 | |
Flussabwärts durchs Tal der Lippe | |
| Feature / 45 Minuten | |
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Über 200 Kilometer schlängelt sich die Lippe gemütlich auf verschlungenen Wegen mitten durch Nordrhein-Westfalen, bis sie schließlich in den Rhein mündet. Schon die Römer folgten ihr zu neuen Ufern und großen Schlachten, sie trieb hunderte klappernde Mühlräder an und trug Lastschiffe mit Salz, Holz und Eisenerz beladen. Über die Zeit hinweg hat die Lippe viel mitgemacht: sie wurde verlegt, kanalisiert, geriet verdreckt und verstoßen in Vergessenheit. Dann wurde sie wiederentdeckt, renaturiert und ist nun vielerorts ein Refugium für Freizeit und Erholung. Im Teil 13 der Filmreihe „Tief im Westen“ folgen wir der Lippe mit dem Kanu ins Gestern und Heute. Auf unserer Zeitreise entdecken wir Überraschendes und Skurriles, treffen auf Leute, die auf ganz eigene Art und Weise mit der Lippe verbunden sind. Sogar den Römern laufen wir auf ihrem beschwerlichen Marsch zum Heerlager in Haltern über den Weg. Ein paar Jahrhunderte später - auch zu Fuß unterwegs - sind es die mittelalterlichen Pilger, die dem Jakobsweg entlang der Lippe folgen. Südindische Exotik bei Europas größtem Hindufest in Hamm, ein alter Schmied, der rotglühende Ketten aus dem Feuer holt, junge Kanutalente auf olympischem Slalomkurs, schwimmende Quarzsandbagger mitten im Badesee, Dülmener Wildpferde im Sonnenuntergang, Elektrofischen zu Naturschutzzwecken, die Lippe als „Quelle“, die die Binnenschiffe auf den benachbarten Kanälen fahren lässt… All das sehen und erleben wir auf unserer spannenden und abwechslungsreichen Filmreise - dem Lauf der Lippe folgend. | |
WDR _ Tief im Westen - Teil 14 | |
Auf Baumstämmen die Weser hinunter | |
| Feature / 45 Minuten | |
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Ein bisschen verrückt sind die Männer ja, doch sie wollen es ganz einfach wissen: am eigenen Leib erfahren, was die Weserflößer über Jahrhunderte lang geleistet haben. Deshalb machen sie sich im Teil 14 der Filmreihe „Tief im Westen“ auf einen unbequemen und abenteuerlichen Weg… wie ihre Vorfahren es zum Broterwerb taten. Eine Spurensuche auf schwimmenden Baumstämmen, voller spannender Begegnungen, dem Wetter und allen Widrigkeiten eines offenen, unhandlichen Floßes trotzend. Auf der Weser zwischen Reinhardshagen und Minden. Einem Strom folgend, der Nordrhein-Westfalen im Nordosten nur streift, das Land aber wesentlich geprägt hat. | |
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70 ausgewachsene Fichtenstämme, zusammengebunden zu einem 40 Meter langen, gut 90 Tonnen schweren Gefährt, gesteuert mit einem großen Flachruder und zwei Schnäppern… Schon der Floßbau ist Knochenarbeit. Das Holz kommt aus dem Reinhardswald, der bekannt ist weit über die Grenzen des Weserberglandes hinaus. Vor allem der Urwald mittendrin, mit seinen knorrigen, Jahrhunderte alten Eichen. | |
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Die Städte an den Ufern der Weser profitierten vom Floßholz und vom Handelsgut, das auf ihm den Strom herunter kam. Höxter und Minden beispielsweise waren einst lebhafte Hansestädte. Dem wirtschaftlichen Aufschwung folgte ein regelrechter Bauboom. Baumaterial aber auch Ideen und Kultur kamen über den Fluss ins Land. Die Weserrenaissance ist heute allen ein Begriff. Restauratoren retten sie in unsere Gegenwart. Das Ziel unserer Filmreise ist Minden. Auch früher einer der Hauptzielorte für das Flößerholz von der Oberweser. Hier landeten ganze Wälder an - das Baumaterial für die großen Städte am holzarmen Unterlauf, für Schiff- und Deichbau, Industrie und warme Stuben. Heute ist unser Floß eine Attraktion. Bestaunt und gefeiert. Und für unsere Weserflößer an Bord: die „erlebte Geschichte“ ihrer Vorfahren. | |
WDR _ Tief im Westen - Teil 15 | |
Auf eigenem Kiel von der Ruhr zur Spree | |
| Feature / 45 Minuten | |
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Teil 15 der Filmreihe „Tief im Westen“ entführt auf einen Bootstörn, von dem viele Motorbootskipper Nordrhein-Westfalens träumen, für den die meisten aber keine Zeit haben: von der heimischen Ruhr über den Rhein-Herne-Kanal und den Dortmund-Ems-Kanal in den Mittellandkanal... dort immer ostwärts… über die alte deutsch-deutsche Grenze… dann in den Elbe-Havel-Kanal, die Brandenburger Havelseen, in die Berliner Gewässer… und schließlich auf die Spree und mitten rein in das pulsierende Herz der Bundeshauptstadt Berlin. Einmal quer durch Deutschland, 600 Kilometer weit, fünf Bundesländer kreuzend. Eine sehr abwechslungsreiche Reise mit vielen spannenden Begegnungen auf und am Wasser, mit überraschenden Geschichten im Gestern und Heute. Nordrhein-Westfalen mit seinen Flüssen und Kanälen ist ein Eldorado für Motorbootskipper. Schon in sich erlebnisreich… und über den Wasserweg offen nach allen Richtungen, grenzenlose Möglichkeiten für unternehmensmutige Bootsfahrer. Diesmal zieht es unsere Crew ostwärts, sie träumt davon, die Bundeshauptstadt auf eigenem Kiel zu erkunden. Berühmte Gebäude, historische Schauplätze, das neue Regierungsviertel... Doch noch liegen 600 Bootskilometer zwischen Berlin und Mülheim an der Ruhr, dem Startpunkt unserer Filmreise. Viele Stopps sind eingeplant, einige überraschende Begegnungen liegen vor uns. Zum Beispiel mit „Ureinwohnern“ wie den Sachsen und Slawen, deren geniale Ideen und handwerkliches Geschick uns begeistern. Das Steinhuder Meer mit seinen „Auswanderern“ und der mitten im See gebauten Festung, in der noch heute ein zu Schaumburg-Lippe regiert. | |
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Dann die Schleuse Anderten, früher hieß sie Hindenburgschleuse, die größte am Mittellandkanal und ein Schmuckstück. Wir schauen ganz genau, wie sie funktioniert. Und auch die Autostadt Wolfsburg weckt unser Interesse und natürlich das Volkswagenwerk, das nicht zufällig direkt am Wasser erbaut worden ist. In Rühen treffen wir einen alten Zöllner, der viel erzählen kann von damals, als hier zwei deutsche Welten - Ost und West - aufeinander prallten. Später dann lässt ein technisches Meisterstück das Herz unseres Skippers höher schlagen: das Wasserstraßenkreuz Magdeburg. Kurios: bevor die riesige Trogbrücke über die Elbe in Betrieb ging, war sie nach oben gewölbt. Dann wurde das Wasser eingelassen, und erst das Gewicht des Wassers brachte die größte Stahlkonstruktion Europas in ihre richtige Form. Vor dem Bau des modernen Kanalkreuzes war ein anderer Gigant das Nadelöhr zwischen Mittellandkanal und Elbe: das 1938 als weltweit größte Anlage ihrer Art in Betrieb genommene Schiffshebewerk Rothensee. Ein Schiffsfahrstuhl für die 16 Meter Höhenunterschied zwischen Elbe und Mittellandkanal. Später, im Land Brandenburg öffnet sich unser Wasserweg. Große verzauberte Seenlandschaften, Wassersportparadiese, prunkvolle Schlösser und Parks, Potsdam mit der Russischen Kolonie Alexandrowka… und schließlich Berlin, das Ziel unserer Filmreise. Und das Ende eines spannenden und abwechslungsreichen Törns, für den wir nicht nur wegen der weiten Bootsfahrt viel Zeit gebraucht haben. | |